Holzschindel im Alpenraum

LÄRCHENSCHINDEL-DÄCHER.

Handgespaltene Lärchenschindeln, fachgerecht verlegt – auf Kirchtürmen, Dächern und Fassaden. Gerüstfrei am Seil, dokumentiert für Planung und Denkmalpflege.

Dach mit Lärchenschindeln

Aufbau & Lebensdauer

Lärchenschindeln sind im Alpenraum seit Jahrhunderten bewährt. Ihre Nutzungsdauer hängt von Materialqualität, Dachneigung, Exposition, Hinterlüftung, Unterkonstruktion und Pflege ab. Eine feste Lebensdauer lässt sich daraus nicht garantieren.

  • Handgespaltene Lärchenschindeln mit stehenden, möglichst eng gewachsenen Jahresringen und der typischen rötlichen Lärchenholzfärbung
  • Aus unserer Praxis: etwa 11 mm als Mindestdicke der Schindeln – ein betrieblicher Erfahrungswert, keine allgemeine Normvorgabe
  • 2- oder 3-fach Deckung je nach Dachneigung und Exposition
  • Unterkonstruktion als hinterlüftete Sparschalung bzw. Traglattung
  • Ausreichende Hinterlüftung und fachgerechte Eckausbildungen, Mulden und Ortgänge
  • Regelmäßiges Entfernen von Laub und Nadeln, damit die Deckung abtrocknen kann
Detailansicht Lärchenschindel

Kosten & Wirtschaftlichkeit

Die Kosten pro Quadratmeter hängen von Dachform, Höhenlage und gewünschter Ausführung ab. Entscheidend ist, dass Konstruktion und Deckung so gewählt werden, dass die Schindeln ihre volle Lebensdauer erreichen.

Durch gerüstfreie Ausführung am Seil können wir vor allem bei Sanierungen bestehender Dächer Gerüst- und Nebenkosten deutlich reduzieren.

Bedarfsrechner für Lärchenschindeln

Schnelle Mengen- und Bedarfsermittlung – ideal für Vorplanung & Angebotsphase.

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Sanierung eines Holzschindeldachs

Sanierung im Bestand

Viele Schindeldächer wurden in Etappen repariert und sind heute uneinheitlich. Wir beurteilen den Bestand, entfernen schadhaftes Material und erneuern in abgestimmten Abschnitten – auch an schwer zugänglichen Kirchtürmen.

Bei der Bestandsaufnahme achten wir auf Moos und Flechten, lange feucht bleibende Bereiche, gebrochene oder morsche Schindeln sowie Laub- und Nadelablagerungen. Auch ältere Hagelschäden können eine Rolle spielen: Hagel kann Holzfasern beschädigen, obwohl zunächst wenig zu sehen ist. Verstärkte Feuchteaufnahme kann in den folgenden Jahren zum Materialabbau und später zum Ausbrechen der Schindeln führen.

Wir prüfen auch den Aufbau: Eine ungeeignete Vollschalung, direkte Montage auf Pappe oder Unterspannbahn sowie zu geringe oder fehlende Hinterlüftung und fehlende Firstentlüftung können die Trocknung beeinträchtigen. Besonders bei beheizten Gebäuden sind mögliche Kondensatprobleme zu beachten. Entscheidend ist die Beurteilung der gesamten Konstruktion vor Ort.

Auf Wunsch dokumentieren wir den Zustand vor und nach der Sanierung fotografisch oder mittels Digitalem Zwilling.

Geöffnete Schindeldeckung mit sichtbarer Unterkonstruktion und neuen Holzschindeln

Teilreparatur oder Neueindeckung?

Als grobe Orientierung aus unserer Praxis gilt: Sind noch etwa 75 % der vorhandenen Deckung technisch intakt, kann eine Teilreparatur sinnvoll sein. Nähert sich der Reparaturaufwand jedoch ungefähr 50 % der Kosten einer Neueindeckung, sollte auch eine vollständige Erneuerung wirtschaftlich geprüft werden.

Diese Werte sind keine festen Entscheidungsgrenzen, sondern Erfahrungswerte aus unserer Arbeit. Gerade bei älteren Dächern kommt es darauf an, welche Restnutzungsdauer von der verbleibenden Altdeckung noch zu erwarten ist. Auch Zustand, Konstruktion und Zugänglichkeit des Daches spielen dabei eine Rolle. Die Prozentwerte allein reichen daher für eine Entscheidung nicht aus.

Kirchturm und Fassade der Pfarrkirche Schruns

Praxisbeispiel: Pfarrkirche Schruns, Vorarlberg

Am Kirchturm der Pfarrkirche Schruns zeigte die bestehende Lärchenschindeldeckung in einzelnen Bereichen starken Moos- und Flechtenbewuchs. Dazu kamen gebrochene und teilweise morsche Schindeln. Nach unserer Einschätzung waren trotzdem noch rund 90 % der Deckung intakt. Eine vollständige Neueindeckung wäre deshalb aus unserer Sicht nicht sinnvoll gewesen, und wir entschieden uns für eine gezielte Teilreparatur.

Die schadhaften Bereiche wurden geöffnet und mit 40 cm langen Lärchenschindeln in Dreifachdeckung erneuert. Die Arbeiten erfolgten mittels Seilzugang. Die Bilder aus unserer Projektdokumentation zeigen den Zustand vor der Reparatur, den geöffneten Bereich und die anschließend erneuerten Teilflächen.

Moos und Flechten auf verwitterten Holzschindeln am Turm
Moos- und Flechtenbewuchs an der bestehenden Deckung.
Gebrochene Holzschindeln mit ausgebrochenen Stellen in der Deckung
Gebrochene Schindeln vor der Reparatur.
Helle neue Holzschindeln neben dunkler bestehender Schindeldeckung
Erneuerte Teilfläche neben der erhaltenen Altdeckung.

Projekt mit Lärchenschindeln geplant?

Wir unterstützen bei Bestandsaufnahme, Reparatur und Neueindeckung mit Lärchenschindeln – auch an schwer zugänglichen Dächern und Kirchtürmen.

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